Allgemeines zu Computerspielen
Spiele am Computer sind besonders bei Kindern und Jugendlichen beliebt, wobei Jungen zwischen 10 bis 15 Jahren die Mehrzahl der Spielenden ausmachen. Dabei handelt es sich um Spiele unterschiedlichster Art, leider nicht immer wertvoll, sondern oft auch Gewalt- und Ballerspiele.
Während die Wirtschaft in fast allen Lebensbereichen über sinkende Absatzzahlen klagt, steigen im Bereich der Unterhaltungssoftware die Umsätze mit Rekordgewinnzahlen. Die Angebote auf diesem Sektor sind sehr vielfältig.
Natürlich sollten Eltern ein Auge darauf haben, welche Spiele ihr Kind spielt, aber generell lässt sich sagen, dass auch die heutzutage oft kritisierten Computerspiele durchaus mit den Anforderungen der Spiele aus früheren Zeiten vergleichbar sind. Lässt man den Faktor körperliche Betätigung beim Spiel außer Acht, so kann man PC-Spiele in Kategorien einteilen. Jede Kategorie hat spezielle Schwerpunkte, die jeweilige tatsächliche Lebenssituationen widerspiegeln. Dabei gilt es, entweder Aufgaben zu erledigen, Sonderpunkte zu erhalten oder auch in komplexen Adventuregames sich Prüfungen und Bewährungen zu unterziehen. Solche Spiele können durchaus den im realen Leben existenten Druck abbauen und Erfolgserlebnisse vermitteln.
In Simulationsspielen wie Civilization, Siedler, Command und Conquer geht es darum, den eigenen Machtbereich zu erweitern. Auch dies lässt sich übertragen auf tatsächliche Machtkämpfe wie in der Schule, Clique oder auch Firma. Ordnungsspiele wie Tetris oder Solitär sind nicht nur Zeitvertreib, sondern vermitteln das Gefühl, durch Ordnung die Übersicht zu behalten. Bei anderen Spielen geht es darum, schneller als die Mitstreiter ein Ziel zu erreichen - dies entspricht auch dem gut bekannten Brettspiel "Mensch-ärgere-Dich-nicht", dessen pädagogischer Nutzen wohl kaum umstritten ist.
Selbst Spiele, in denen der Spieler stirbt, haben durchaus ihren Nutzen. Sie vermitteln, dass man bei Misserfolg andere Wege beschreiten muss, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Kampf und Selbstbehauptung gehören zur Realität ebenso wie zu Spielen, die Gewalt und Krieg zum Thema haben. Nicht die Spiele machen die Spielenden (Kinder) aggressiv, sondern die tatsächliche Lebenssituation. Deshalb ist es wichtig, neben allen Spielen auch Zeit für das Gespräch einzuplanen und Heranwachsende nicht sich selbst zu überlassen. Dann kann mit Gespräch und im Spiel ggf. vorhandene Frustration abgebaut sowie Erfolg vermittelt werden.